Mit 'Ökologie' verschlagwortete Einträge

Grüne Gentechnik

INKOTA: Soll Gentechnik in der Landwirtschaft gesetzlich verboten werden?

Ja, wenn Risiken für Umwelt und Gesundheit nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden können (Prinzip Verantwortung). Ein grundsätzliches Verbot stünde aber wohl in Konflikt mit derzeitigem EU-Recht und WTO. Deshalb muss das EU-Zulassungsverfahren überarbeitet werden.

Das Vorsorgeprinzip muss stärker beachtet werden, damit Pflanzen wie Mon810 gar nicht erst zugelassen werden und eine Wirtschaftlichkeitsprüfung muss z.B. die Kosten für Überwachung und Kontrolle in die Bewertung einbeziehen. Außerdem sollten die Länder selbst über den Anbau entscheiden können. Vordringlich ist mir vor allem Transparenz wichtig:

Verbraucherinnen und Ver-braucher müssen wissen können, was sie zu sich nehmen. Und die Produktionsbedingungen müssen so sein, dass Gentechnikfreiheit auch garantiert werden kann. Die vorgesehenen Abstandsgebote halte ich für lächerlich, das Verursacherprinzip muss gelten.

„Seiteneinsteiger trifft Ochse“

Gestern volles Haus in Sinsheim und Wiesloch bei zwei beeindruckenden Vorträgen von Ernst Ulrich von Weizsäcker. Seiteneinsteiger trifft Ochse, könnte man es nennen. Denn Ernst Ulrich kommt 1998, mit knapp 60, als anerkannter Umweltwissenschaftler in den Bundestag, während ich mich seit einigen Jahren auf der sogenannten Ochsentour befinde.

Eine Grundthese: Mit dem Argument „Arbeitsplätze“ hat die Ökologie zu häufig das Nachsehen.

Als Arbeitsmarktpolitiker interessiert mich daher vor allem die Frage, wie umweltverträgliches Wirtschaften und Genügsamkeit (also Konsumverzicht) mit der Arbeitsgesellschaft verbunden werden können.