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Mehr Rechte für Kinder!

Folgende Pressemitteilung habe ich mit Blick auf den Weltkindertag am kommenden Samstag soeben veröffentlicht:

Der SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Rhein-Neckar, Dr. Lars Castellucci, hat sich anlässlich des Weltkindertags am 20. September für eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ausgesprochen. Ziel der SPD sei es, ein kindergerechtes Deutschland zu schaffen.

Castellucci, der auch stellvertretender Landesvorsitzender der SPD in Baden-Württemberg ist, möchte an die erfolgreiche Kinder- und Familienpolitik seiner Partei anknüpfen: Im Zuge des im letzten Jahr aufgelegten 10-Punkte-Aktionsplans für gleiche Lebenschancen konnten bereits einige Forderungen der SPD umgesetzt werden, z.B. das Schulstartpaket, das für alle Schülerinnen und Schüler bis zum 13. Schuljahr ausgezahlt wird.

Auch mit der Einführung des Elterngelds und des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag ab 2013 habe die SPD, so Castellucci weiter, wichtige Leistungen für Kinder und Eltern durchsetzen können.

Die Bemühungen dürften aber hier nicht aufhören: Castellucci nennt den dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, der bedrückende Zahlen zur Kinderarmut beinhalte. 12 Prozent der Kinder seien hiernach armutsgefährdet. Schockierende Fälle von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung zeigten, dass nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Mit der Aufnahme der Kinderrechte in den Grundrechtsteil des Grundgesetzes würde das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedürfnisse und Rechte der Kinder geschärft werden, erhofft sich Castellucci.

Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt bereits vor und wird von Organisationen wie UNICEF Deutschland, dem Deutschen Kinderschutzbund und dem Deutschen Kinderhilfswerk sowie von Verfassungsrechtlerinnen und Verfassungsrechtlern seit langem gefordert. Die SPD hat die Forderung in ihr Regierungsprogramm für die Bundestagswahl 2009 aufgenommen.

Menschenliebe

Eine Lehrerin erzählte mir kürzlich davon, wie eine Referendarin gescheitert war. Sie liebte Lyrik und wollte Deutschlehrerin werden.

Zu den Kindern hatte sie jedoch keinen Bezug und konnte ihn auch nicht herstellen. „Lyrik lieben ist in Ordnung, aber Du musst die Menschen lieben, sonst kannst Du den Beruf nicht ausführen“, so die Lehrerin weiter.

In der Politik gilt das Gleiche: wer da nur auf dem Egotrip ist und die Welt mit sich und seinen Meinungen beglücken will, ist mir ein Graus. Auch unser repräsentatives System fordert ja, dass man mehr vertreten soll, als nur sich selbst. Je weniger das eingelöst wird, desto zwingender werden mehr direktdemokratische Elemente in unserer Verfassung.


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