Mit 'Leben' verschlagwortete Einträge

Immer mehr Minijobber

Zwischen August 2003 und Oktober 2007 ist die Zahl der Minijobber um 1,2 Millionen auf 6,7 Millionen gestiegen. Immer mehr haben ausschließlich diesen Minijob, nämlich 2,1 Millionen; die anderen jobben neben einem Hauptberuf (der anscheinend nicht zur Finanzierung des Lebensunterhalts ausreicht).

Minijobber sind außerdem immer häufiger „Doppel-Geringverdiener“: sie verdienen ohnehin nur wenig, also maximal 400 Euro, und haben noch dazu ausgesprochen niedrige Stundenlöhne. Wieviele Minijobber froh sind, für sich oder ihre Familien überhaupt etwas hinzuzuverdienen, oder wieviele ihre Jobs nur mangels Alternativen angenommen haben und als Ausbeutung erleben, ist nicht bekannt.

Der Staat jedenfalls „subventioniert“ diese Jobs durch pauschalierte Sozialversicherungsbeiträge – mit dem Ziel, dass Minijobber den Sprung in ordentliche Jobs schaffen. Ausgerechnet das ist aber nach Aussage des stellvertretenden Direktors des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Ulrich Walwei, kaum der Fall (FAZ, 19.04.2008)

http://doku.iab.de/kurzber/2006/kb2206.pdf
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2008/report2008-01.pdf

Unter drei Millionen

Endlich wieder unter drei Millionen. Seit den 1970er Jahren hat sich die Arbeitslosigkeit in jeder Krise aufgetürmt. In den Aufschwüngen konnte sie nicht wieder auf das Ausgangsniveau abgebaut werden. Da ist die erreichte „2“ vor dem Komma mehr als ein Symbol, sondern wirklich ein Erfolg.

Klar ist, die Politik hat dazu „nur“ förderliche Rahmenbedingungen beigetragen. Die Jobs schafft die Wirtschaft. Aber alle Reformskeptiker sollten sich überlegen, wo wir heute stünden, wäre unter Rot-Grün nichts geschehen.

Klar ist auch: Nach wie vor bleibt viel zu tun. Drei Millionen sind nach wie vor viel zu viel. Deshalb darf es beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit kein Nachlassen geben.

Viele, die keine Arbeit haben, tauchen aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Statistik auf. Deshalb brauchen wir neben der international vergleichbaren Quote eine weitere, die das ganze Problem abbildet.

Viele der neuen Jobs sind nicht auskömmlich für den Lebensunterhalt. Deshalb brauchen wir Mindestlöhne.

Nur 40 Prozent der über 55-Jährigen sind noch in Lohn und Brot. Deshalb brauchen wir einen Kulturwandel in den Unternehmen und Arbeitsplätze, die die Gesundheit und Qualifikation erhalten.

Und immer mehr können dem zunehmenden Druck in unserer Arbeitswelt kaum standhalten. Deshalb brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, welchen Stellenwert die Arbeit hat, wieviel Flexibilität wir zu leisten in der Lage sind, wieviel Sicherheit wir benötigen, letztlich: in welcher Gesellschaft wir leben wollen.


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    „Wenn ich höre, dass Mitglieder meiner Partei die Kernenergie als ‘Ökoenergie’ bezeichnen, dann verschlägt es mir geradezu die Sprache. Man kann doch einer Energieform nicht nur deswegen das Ökoetikett verpassen, weil bei ihrer Nutzung vergleichsweise wenig Treibhausgase entstehen. Das ist vorsätzlich eindimensional. (…) Wir kümmern u […]

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