Archiv der Kategorie 'Notwendigkeiten'

Modell Götz Werner?

In Debatten ist immer wieder die Rede von einem „BGE“. Besonders das Modell von Götz Werner macht die Runde. Aber Götz Werner will nicht nur ein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern gleich auch noch das ganze Steuersystem umkrempeln und nur noch Konsumsteuern erheben. Das ist sicher weder das beste noch gar das realistischste Modell, das vorliegt.

Was mich an dem Thema interessiert, ist die Frage, wie wir mehr Würde und mehr Selbstbestimmung ins System bekommen. Aber ich bleibe bei „ins System“, das heißt: ich bin kein Freund von „bedingungslos“.

Mein Menschenbild und das Gesellschaftsbild, das darauf aufbaut, ist eines, in dem Rechte und Pflichten in einer Balance sind und Eigenverantwortung gilt, ebenso wie Solidarität.

Ich interessiere mich daher eher für Fragen, wie unsere Arbeitsgesellschaft zu einer Tätigkeitsgesellschaft weiterentwickelt werden kann und wie wir hierfür unseren engen (Erwerbs-)Arbeitsbegriff erweitern können und gesellschaftlich notwendige Arbeit, die wir heute dem Ehrenamt oder der Freizeit zurechnen, aufwerten und mehr Anerkennung geben können.

Mehr Rechte für Kinder!

Folgende Pressemitteilung habe ich mit Blick auf den Weltkindertag am kommenden Samstag soeben veröffentlicht:

Der SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Rhein-Neckar, Dr. Lars Castellucci, hat sich anlässlich des Weltkindertags am 20. September für eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ausgesprochen. Ziel der SPD sei es, ein kindergerechtes Deutschland zu schaffen.

Castellucci, der auch stellvertretender Landesvorsitzender der SPD in Baden-Württemberg ist, möchte an die erfolgreiche Kinder- und Familienpolitik seiner Partei anknüpfen: Im Zuge des im letzten Jahr aufgelegten 10-Punkte-Aktionsplans für gleiche Lebenschancen konnten bereits einige Forderungen der SPD umgesetzt werden, z.B. das Schulstartpaket, das für alle Schülerinnen und Schüler bis zum 13. Schuljahr ausgezahlt wird.

Auch mit der Einführung des Elterngelds und des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag ab 2013 habe die SPD, so Castellucci weiter, wichtige Leistungen für Kinder und Eltern durchsetzen können.

Die Bemühungen dürften aber hier nicht aufhören: Castellucci nennt den dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, der bedrückende Zahlen zur Kinderarmut beinhalte. 12 Prozent der Kinder seien hiernach armutsgefährdet. Schockierende Fälle von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung zeigten, dass nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Mit der Aufnahme der Kinderrechte in den Grundrechtsteil des Grundgesetzes würde das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedürfnisse und Rechte der Kinder geschärft werden, erhofft sich Castellucci.

Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt bereits vor und wird von Organisationen wie UNICEF Deutschland, dem Deutschen Kinderschutzbund und dem Deutschen Kinderhilfswerk sowie von Verfassungsrechtlerinnen und Verfassungsrechtlern seit langem gefordert. Die SPD hat die Forderung in ihr Regierungsprogramm für die Bundestagswahl 2009 aufgenommen.

Statement auf mindestlohn09.de

Für mindestlohn09.de, eine Kampagne der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten habe ich folgendes Statement zum Mindestlohn verfasst:

statisch180x150Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass jemand, der Vollzeit arbeitet, von seinem Einkommen leben, möglichst noch eine Familie zumindest teilernähren kann, und nicht noch zusätzlich auf staatliche Sozialleistungen angewiesen ist. Deutschland braucht einen Mindestlohn, wie ihn die Mehrzahl unserer europäischen Nachbarn seit langem eingeführt haben. Denn ein Mindestlohn ist auch ein Schlüssel zur Lösung heutiger oder Linderung künftiger Probleme, ob es um Familien- und Kinderarmut oder die wieder zunehmend drohende Altersarmut geht. In der Projektgruppe „Gute Arbeit“ der SPD Baden-Württemberg, die ich als stv. Landesvorsitzender zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Landesvorstand leite, haben wir daher folgende Beschlusslage herbeigeführt: „Viele Jobs sind nicht auskömmlich für den Lebensunterhalt. Wir wollen würdige Arbeit und Arbeit, die Teilhabe ermöglicht. Löhne müssen existenzsichernd sein. Deshalb brauchen wir Mindestlöhne; zunächst über das Entsendegesetz in einzelnen Branchen und schließlich auch gesetzliche Mindestlöhne.“ Und damit haben wir uns auch bei der Einbringung des Regierungsprogramms der SPD durchgesetzt. Hier steht: Wir haben in der Großen Koalition gegen den Widerwillen der Union eine Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes und die Neufassung des Mindestarbeitsbedingungengesetzes durchgesetzt, um mehr Branchen gegen Dumpinglöhne abzusichern. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter. Wir werden in möglichst vielen Branchen allgemeinverbindliche tarifliche Mindestlöhne ermöglichen. Und wir werden überall dort Mindestarbeitsbedingungen vorantreiben, wo die Sozialpartner dazu aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage sind. Unser Ziel ist ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn, der eine Grenze markiert, unter die Löhne nicht fallen dürfen. Eine Mindestlohn-Kommission soll ihn festsetzen. Wir gehen davon aus, dass ein Mindestlohn von 7,50 Euro zurzeit eine sinnvolle Orientierungsmarke ist.“ Alleine für diese Forderung lohnt sich der Einsatz im Bundestagswahlkampf 2009 für eine starke SPD. Denn Schwarz-Gelb will keinen Mindestlohn und der Niedriglohnsektor würde mit schwächeren Arbeitnehmerrechten und geringerem Kündigungsschutz weiter anwachsen.

Frank-Walter und der Deutschland-Plan

Danke, Frank-Walter, für den Deutschland-Plan! Das sind die ehrgeizigen Ziele, die wir uns setzen müssen. Das sind die Wege, die wir beschreiten müssen, wenn wir Arbeitslosigkeit nicht einfach erdulden, Klimawandel nicht einfach geschehen lassen, Entsolidarisierung nicht einfach beklagen wollen.

Was für ein dummes und gewohnt unverantwortliches Gemäkel von „links“. Lafontaine meint, wer schon mal ein Ziel verfehlt habe, dürfe sich keine neuen Ziele mehr setzen. In diesem Sinne: wer sich schon mal aus der Verantwortung gestohlen hat, dem sollte man keine Verantwortung übertragen!

Unsere Agenda 2020 heißt: Wir verwalten das Land nicht, sondern kämpfen. Für Vollbeschäftigung. Für eine gerechtere Einkommensverteilung. Für sozial und ökologisch nachhaltiges Wirtschaften. Für Gleichberechtigung von Frauen in allen Bereichen der Wirtschaft. Und für eine Rückkehr zu Anstrengungen für ausgeglichene Haushalte.

Die Menschen haben solche Zielvorstellungen satt, meint der Baron? Ich treffe Menschen, die solchen Zielen gerne wieder Glauben schenken würden. Frank-Walter Steinmeier halte ich für glaubwürdig. Er ist der bessere Kanzler!

Replik auf Butterwege: Sozialpolitik für „wirklich Bedürftige“?

Über diesen Beitrag von Christoph Butterwege (Professor für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln) in der Süddeutschen Zeitung habe ich mich geärgert, obwohl soviel Richtiges drinsteht:

Zu den absehbaren Folgen der Weltfinanz- und Wirtschaftskrise gehört nicht nur eine Arbeitslosenzahl, die in Deutschland nach Prognosen der OECD wieder auf fünf Millionen steigen wird. Dazu gehört auch eine zunehmende Verelendung zahlreicher Menschen sowie eine Rekordverschuldung des Staates, von Bund, Länder und Kommunen, das heißt, „öffentliche Armut“ in einem vorher nicht bekannten Ausmaß. Irgendjemand muss am Ende die Rechnung für die Bankensanierung, soziale Lasten und die beiden Konjunkturprogramme des Bundes zahlen. [...] Damit wird die Spaltung der Menschen in Deutschland in Arme und Reiche nicht bloß zementiert, sondern auch weiter verschärft. In kaum einem westlichen Industriestaat ist die Erbschaftsteuer so niedrig und das Aufkommen daraus so gering wie hierzulande. Es beträgt nur vier Milliarden Euro pro Jahr. [...] Wenn nicht alles täuscht, stehen wir am Vorabend einer „Agenda 2020“, die durch einen weiteren Um- beziehungsweise Abbau des Sozial(versicherungs)staates diesen womöglich in einen bloßen Fürsorge-, Almosen- und Suppenküchenstaat verwandelt. Die Unterstützung des Staates wird sich noch stärker auf die „wirklich Bedürftigen“ konzentrieren, auf die Gewährleistung des Existenzminimums beschränken und auf eine „Gegenleistung“ ihrer Nutznießer dringen.

Es ist Aufgabe von Professoren der Sozialpolitik, Stachel im Fleisch der Sozialpolitiker zu sein. Christoph Butterwege wird dem seit vielen Jahren in Wort und Schrift hinreichend gerecht. Schade ist, wenn eine Verliebtheit in immer krassere Darstellungen von Gegenwart und Zukunftsaussichten (Stichwort Suppenküchenstaat) einhergeht mit sehr bescheidenen Alternativvorschlägen. „Innovation und Gerechtigkeit“ betitelte die SPD einst einen erfolgreichen Bundestagswahlkampf. Ein Motto, das man sich auch über mancher sozialpolitischen Stellungnahme wünschen würde. Stattdessen liefert Butterwege Altbekanntes: Anhebung von Sozialleistungen, gesetzlicher Mindestlohn, Erhöhung der Erbschaftssteuer. Wogegen nichts zu sagen ist: für all das setze ich mich in und mit der SPD ein.

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Wogegen etwas zu sagen ist, das ist die Diskreditierung einer Sozialpolitik, die „sich noch stärker auf die ‚wirklich Bedürftigen‘ konzentriert“. Wirksame Unterstützung für diese von der Fachwelt als „sozial Ausgegrenzte“ bezeichneten Bevölkerungsteile und mehr Vorbeugung, künftige soziale Ausgrenzung zu verhindern, sind doch gerade das Gebot der Stunde! Und um das zu erreichen, reicht es definitiv nicht, einfach mehr Geld auszuschütten.

Kostenlose und hochwertige Kinderbetreuung gehören ebenfalls zu einem Handlungskatalog, genau wie gut ausgebaute Beratung, die nicht nur auf Kundschaft wartet, sondern aktiv Hilfestellung gibt. Und nicht zuletzt: Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Die Polemisierung gegen zielgenaue Ausrichtung der Sozialpolitik passt auch nicht zu Butterweges Lösungsvorschlägen, die sich überwiegend ebenfalls auf die „wirklich Bedürftigen“ konzentrieren – wem dienen denn sonst Mindestlöhne und Grundsicherung?

Das kulturelle Existenzminimum, das Teilhabe sichert, muss Maßstab sein. Dann ist die Aussicht einer „Gewährleistung des Existenzminimums“ kein Drohszenario, sondern Fortschritt!

Familien- oder Bildungspolitik gehören zum Sozialstaat. Es kann keine Rede davon sein, dass es dem Staat künftig nur noch um ein „Vermeiden von Verhungern“ gehe. Das ist noch nicht einmal Schwarz-Gelb zu unterstellen – obwohl diese aus ideologischen Gründen gegen eine Anhebung der Sozialleistungen, gegen Mindestlöhne, gegen höhere Erbschaftssteuern sind.

Die Agenda 2020 wird kommen? Soll sie! Denn die Agenda 2010 ist Geschichte. Wir müssen tatsächlich diskutieren, wo unser Land 2020 stehen soll: der Wettbewerb um die besten umsetzbaren Ideen für mehr Teilhabe, Stärkung der Solidarität, aber auch Freisetzung von Engagement und Kreativität für eine wirtschaftlich erfolgreiche und zukunftsfähige Entwicklung nach der Krise kann geführt werden.

Bild: SPD

Mein Kommentar zur Initiative Mindestlohn

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass jemand, der Vollzeit arbeitet, von seinem Einkommen leben, möglichst noch eine Familie zumindest teilernähren kann, und nicht noch zusätzlich auf staatliche Sozialleistungen angewiesen ist. Deutschland braucht einen Mindestlohn, wie ihn die Mehrzahl unserer europäischen Nachbarn seit langem eingeführt haben.

Denn ein Mindestlohn ist auch ein Schlüssel zur Lösung heutiger oder Linderung künftiger Probleme, ob es um Familien- und Kinderarmut oder die wieder zunehmend drohende Altersarmut geht. In der Projektgruppe „Gute Arbeit“ der SPD Baden-Württemberg, die ich als stv. Landesvorsitzender zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Landesvorstand leite, haben wir daher folgende Beschlusslage herbeigeführt:
„Viele Jobs sind nicht auskömmlich für den Lebensunterhalt. Wir wollen würdige Arbeit und Arbeit, die Teilhabe ermöglicht. Löhne müssen existenzsichernd sein. Deshalb brauchen wir Mindestlöhne; zunächst über das Entsendegesetz in einzelnen Branchen und schließlich auch gesetzliche Mindestlöhne.“

Und damit haben wir uns auch bei der Einbringung des Regierungsprogramms der SPD durchgesetzt. Hier steht:
„Wir haben in der Großen Koalition gegen den Widerwillen der Union eine Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes und die Neufassung des Mindestarbeitsbedingungengesetzes durchgesetzt, um mehr Branchen gegen Dumpinglöhne abzusichern. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter. Wir werden in möglichst vielen Branchen allgemeinverbindliche tarifliche Mindestlöhne ermöglichen. Und wir werden überall dort Mindestarbeitsbedingungen vorantreiben, wo die Sozialpartner dazu aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage sind. Unser Ziel ist ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn, der eine Grenze markiert, unter die Löhne nicht fallen dürfen. Eine Mindestlohn-Kommission soll ihn festsetzen. Wir gehen davon aus, dass ein Mindestlohn von 7,50 Euro zurzeit eine sinnvolle Orientierungsmarke ist.“

Alleine für diese Forderung lohnt sich der Einsatz im Bundestagswahlkampf 2009 für eine starke SPD. Denn Schwarz-Gelb will keinen Mindestlohn und der Niedriglohnsektor würde mit schwächeren Arbeitnehmerrechten und geringerem Kündigungsschutz weiter anwachsen.

Mehr Volksentscheide!

Der Verein „Mehr Demokratie“ tritt für ein Anliegen ein, das ich unterstütze: für mehr Volksentscheide, für mehr Mitbestimmung, für mehr Demokratie in Deutschland.

Unter volksentscheid.de habe ich mich entsprechend geäußert:

Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben die Demokratie in Deutschland erkämpft, das Frauenwahlrecht eingeführt, stehen seit Willy Brandt für „Mehr Demokratie wagen“. Demokratie ist nicht selbstverständlich. Ich will einen neuen demokratischen Aufbruch: Kommunales Wahlrecht für alle, die länger bei uns leben, Volksentscheid ins Grundgesetz und mehr Beteiligung und Mitbestimmung auf allen politischen Ebenen und in der Wirtschaft.

Wirklichkeiten – Möglichkeiten – Notwendigkeiten

Wirklichkeiten Möglichkeiten Notwendigkeiten

“Aussprechen was ist, ist der allein Erfolg versprechende Anfang jeder wirklichen Verbesserung.” (Ferdinand Lassalle)

In der Politik geht es zunächst um die Erfassung der Wirklichkeit. Darum, mit einem klaren Blick zu erfassen, was politisches Handeln erfordert. Oftmals: Durch unterschiedliche Blickwinkel eine Frage überhaupt erst erfassen können.

“Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten.” (Hedwig Dohm)

Viele wissen, was alles nicht geht und dass es nicht geht, nicht so oder gar nicht. Viele sind trainiert, das Aber zu finden. Das große und laute Aber nach dem Ja, das das Ja erstickt und ehrlicherweise ein Nein wäre. Nein: “Auf dieser Straße liegen Möglichkeiten bereit” singt Christoph Engelsberger im Wahlkampfsong. Politik muss sich um das Mögliche bemühen.

Unter den Möglichkeiten gilt es dann, was als notwendig erkannt wurde, zu vertreten und durchzusetzen.

Unter “Wirklichkeiten” will ich meine Sicht auf die Wirklichkeit vorstellen oder interessante Sichtweisen Anderer auf die Wirklichkeit. Unter “Möglichkeiten” will ich Alternativen politischen Handelns vorstellen und zur Diskussion stellen. Unter “Notwendigkeiten” schreibe ich, was ich für richtig und wichtig halte und wofür ich mich einsetzen will.

Wahlmanifest SPD Rhein-Neckar

Mittlerweile bin ich endlich dazugekommen, die Änderungen am Wahlmanifest für die Bundestagswahlen 2009 meines Kreisverbands einzuarbeiten. Diesen Text hat die Kreismitgliederversammlung mit über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 11. Dezember verabschiedet. Zuvor hat es fast ein Jahr Diskussionen im Kreisverband, in den Ortsvereinen und im Internet unter www.wahlmanifest09.de gegeben. Die Reihenfolge der Forderungen ist in einer von Bernd Geißler eigens programmierten Internetumfrage festgelegt worden.

Die Urfassung geht auf Anträge aus den Ortsvereinen an den Kreisvorstand der letzten fünf Jahre zurück – alles in allem also ein großes Experiment an Basisdemokratie und Beteiligung! Nun gehen unsere Forderungen (unter anderem für Mindestlöhne, für eine Erhöhung der Regelsätze bei den Sozialleistungen oder eine Beschränkung von Rüstungsexporten) weiter an den Landes- und Bundesparteitag.

Mordanschlag in Passau

Ich bin bestürzt über den nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei
rechtsextrem motivierten Mordanschlag auf den Direktor der Polizei in
Passau, Alois Mannichl.

Leider sind die Rechtsextremen auch in der Rhein-Neckar-Region ausgesprochen rührig, wie der Arbeitskreis gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus von ver.di Rhein-Neckar aktuell zusammen gestellt hat (PDF).

Es ist gut, dass die CSU nun auch darüber nachdenkt, die NPD endlich und endgültig zu verbieten. Die letzten Jahre war von der CSU keine Unterstützung für diese SPD-Position zu erwarten. Stattdessen gab es kleinkarierte Diskussionen, ob die Linken nicht genau so schlimm seien. Aber mit einem Verbot ist es nicht getan. Allzu schnell wird es wieder eine Neugründung geben. Wir brauchen ein konsequentes Hinschauen und Vorgehen auf allen Ebenen.

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